Entstehung und Entwicklung
1974 wurde der neun Hektar große Friedhof auf dem Gelände des königlichen Schießplatzes Dornhalde angelegt. Zwei frühere Schießbahnwälle sind noch erkennbar. Die Bestattung von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Jahr 1977 machte den Ort überregional bekannt.
Der Standort liegt in Stuttgart.
Mit rund 9 Hektar lässt sich die Ausdehnung des Dornhaldenfriedhofs in Stuttgart vor dem Besuch besser einschätzen.
Die heutige Besucheradresse Auf der Dornhalde, Gew. 8, 70597 Stuttgart verankert diese Entwicklung im aktuellen Stadtgebiet und ist zugleich der Ausgangspunkt für die praktische Erkundung.
Gestaltung und heutiger Charakter
Der Waldfriedhof liegt auf dem ehemaligen Schießplatz Dornhalde. Erhaltene Längswälle und das Garnisonsschützenhaus am Nordrand erinnern an diese Nutzung. Die Anlage liegt gegenüber dem Stuttgarter Waldfriedhof, ist aber eine eigene Begräbnisstätte.
Auf dem Dornhaldenfriedhof in Stuttgart bilden Wege, Vegetation, Gebäude, Grabdenkmale und Gedenkbereiche einen zusammenhängenden Erinnerungsraum. Zugleich bleibt die Anlage ein genutzter Friedhof. Wer historische Spuren betrachtet, sollte deshalb Abstand zu aktuellen Beisetzungen und privaten Grabstätten halten.
Geschichte im Gelände entdecken
Die interaktive Karte führt zu 18 Orientierungspunkten, darunter Eingang 1, Feierhalle, Parkfläche, Wasserstelle 1. Achten Sie bei einem Rundgang über den Dornhaldenfriedhof in Stuttgart auf Wegeachsen, ältere Felder, Kapellen, Gedenkbereiche und Übergänge zu späteren Erweiterungen. Nicht jeder geschichtlich interessante Bereich ist ein öffentliches Ziel; bleiben Sie auf den vorgesehenen Wegen.
Biografische Anknüpfungspunkte
Die Seite Bedeutende Grabstätten stellt ausgewählte, mit diesem Ort verbundene Personen und Erinnerungsorte vor, darunter Andreas Baader. Biografien ergänzen die bauliche und landschaftliche Geschichte um individuelle Lebenswege. Aktuelle Hinweise für einen Besuch erhalten Sie bei der Friedhofsverwaltung.